Das Kloster Cazis erhält also 630.000 Fr. pro Jahr für die Unterbringung und Betreuung von 5 bis 10 Jugendlichen Ankerkindern über 16 Jahren.

Selbst in den teuersten Luxus-Internaten der Welt müssen Eltern nicht derartige Summen aufbringen für die Unterbringung und Betreuung ihrer Kinder, wie hier es der Steuerzahler in Graubünden nach Wunsch der bündner Regierung tun muß.

So kosten nur ganz wenige Internate mehr Geld, wie das internationale Spitzeninternat Le Rosey mit Standorten in Gstaad und am Genfersee. (siehe unten*)

Wo landet das Geld?

Es wirft sich somit auch zwingend die Frage auf, wofür die Dominikanerinnen in Cazis derart exorbitante Beträge brauchen.

Oder wer sich dort die Taschen vollmacht auf Kosten der Allgemeinheit, wo denn soviel (Steuer)-Geld landet?

Viele Familienväter haben für die gesamte Familie nicht soviel Jahreseinkommen zur Verfügung, wie hier jeweils für eine einzelne minderjährige Person aufgeworfen wird.

Irrsinn + unglaublich: Die meisten Spitzeninternate (weltweit!) wären billiger

Die bündner Regierung hätte die 5 bis 10 Ankerkinder daher genausogut in einem Luxus-Spitzeninternat unterbringen können. Und dabei wäre sogar noch Geld gespart worden wenn man die aller-teuersten Milliardärs-Kinder-Internate einmal ausklammert, die noch mehr gekostet hätten als 630.000 für 5 bis 10 Kinder.

Wenn sozial zu asozial wird

Dies zeigt auf bedrückende Art und Weise,  daß hier die Verhältnismäßigkeiten im aus-ufernden Sozialgewerbe und bei der Ver(sch)wendung von Steuergeldern bei Weiterm nicht mehr stimmen können.

Und daß das Wort sozial pervertiert wird, sozial zu asozial wird.

Denn derartiger Umgang mit Steuergeldern hat mit „sozial“ nicht mehr das Geringste zu tun, ganz im Gegenteil. Wenn eine große Mehrheit, die sich solche Spitzenbetreuung für ihre eigenen Kinder nicht einmal ansatzweise leisten kann, unfreiwillig zum Aderlaß via Steuergeldern gehen muß.

Und es hat auch weder etwas mit rechts oder links zu tun. Oder damit, ob man die Flüchtlingsflut und das Vorschicken von Ankerkindern gut findet oder nicht.

Sondern es hat zu tun mit richtig oder falsch. Und mit gesundem Menschenverstand. Aber auch und vor allen Dingen mit Ethik.

Welche Politiker haben das genehmigt?

Wenn derart exorbitante Geldbeträge für Betreuung und Unterbringung der Allgemeinheit aufgebürdet werden, bei denen kein Normalbürger herankommt, wenn es um seine eigenen Kinder geht, mehr noch, bei denen selbst nur ganz wenige der teuersten Luxusinternate der Welt (für Milliardärs- und Multimillionärskinder) mithalten können, kann etwas nicht stimmen in der Sozialpolitik der bündner Regierung.

Und: Man muß sich nicht wundern…

…, wenn man so Anreize schafft, daß noch mehr Ankerkinder von ihren Familien angehalten werden, gezielt die Schweiz aufzusuchen.

Eltern, die aus Wirtschaftsflüchtlingsländern kommen und berichtet bekommen von den Schweizer Luxusversorgungsverhältnissen, können fast gar nicht mehr anders, als ihre Kinder als Ankerkinder in die Schweiz zu schicken. Man kann es ihnen wohl nicht einmal vorwerfen.

Remo Maßat

(*Auszug aus „Die Welt“ zum teuersten Internat der Welt: „Für die „Juniors“ der niedrigen Klassen kostet der Internatsbesuch rund 81.900 Schweizer Franken pro Schuljahr. Ab der 5. Klasse zahlen Eltern für ihre Kinder sogar 108.900 Schweizer Franken pro Jahr. Damit gilt Le Rosey als eines, vielleicht sogar das teuerste Internat der Welt. Enthalten sind Unterricht, Unterkunft, Verpflegung, Sportkurse, Ausflüge, Versicherung, Reinigung, Golf-Fees und Ski-Pässe.“)

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