vIn einer Stellungnahme der Gemeinde Thusis wehrt sich diese zu öffentlich aufgeschalteten Vorwürfen zur Schließung der Papeterie Roth in Thusis. Die Verantwortlichen der Firma schrieben von einem „Schlag ins Gesicht“ durch die Gemeinde Thusis. Und Journalist Jano Felice Pajarola schrieb zur Schließung der Papeterie Roth in der Südostschweiz dazu „Ist auch die Gemeinde schuld daran?“ Gesetzliche Vorgaben beim Beschaffungs- und. Vergabereglement erlauben keine überrissenen Preise

Gleichzeitig sei aber die Gemeinde verpflichtet, bei wiederkehrenden und volumenrelevanten Beschaffungen die gesetzlichen Vorgaben des Beschaffungs- und Vergabereglements einzuhalten und öffentliche Mittel wirtschaftlich einzusetzen. Preisunterschiede seien daher sachlich zu prüfen und zu berücksichtigen, so die Gemeinde Thusis weiter, die im Wortlaut sich zur Schließung der Papeterie Roth (und dem gerade erst kürzlich übernommenen Geschäft Spielwaren Brügger, was aber. nicht mehr wirklich existierte), wiefolgt äußert (kursiv):

Es wurde seitens der Gemeinde nie kommuniziert, dass künftig keine Bestellungen mehr bei der Papeterie Roth erfolgen würden. Festgehalten wurde vielmehr, dass jede Beschaffung im Zeitpunkt der Auslösung unter Berücksichtigung der gesetzlichen Grundlagen, der Wirtschaftlichkeit und der jeweiligen Angebote zu beurteilen ist. Ob und in welchem Umfang Bestellungen erfolgen, hängt somit von den konkreten Angeboten und deren Marktgerechtigkeit ab.

Auch im Jahr 2025 erfolgten weiterhin Bestellungen im fünfstelligen Bereich bei der Papeterie Roth, darunter die Grossbestellung für das Schuljahr 2025/26 sowie laufende Beschaffungen im täglichen Bedarf.

In ihrer eigenen Mitteilung zur Schliessung weist die Papeterie Roth darauf hin, dass der Betrieb seit mehreren Jahren mit wirtschaftlichen Herausforderungen und Defiziten konfrontiert war. In den Gesprächen wurde ebenfalls deutlich, dass die wirtschaftliche Situation des Betriebs von mehreren Faktoren geprägt ist und nicht isoliert auf einzelne Beschaffungsentscheide der Gemeinde zurückgeführt werden kann.

Vor diesem Hintergrund weist der Gemeinderat den Vorwurf zurück, die Gemeinde Thusis habe die Schliessung verursacht. Die Einhaltung der gesetzlichen Beschaffungsvorgaben und der verantwortungsvolle Umgang mit Steuergeldern entsprechen der gesetzlichen Pflicht und Verantwortung gegenüber der Bevölkerung.

Die Entscheidung zur Geschäftsaufgabe ist letztlich eine unternehmerische Entscheidung. Der Gemeinderat respektiert diese, sieht jedoch keinen ursächlichen Zusammenhang zwischen der gesetzeskonformen Beschaffungspraxis der Gemeinde und der angekündigten Schliessung.

Papeterie Roth in Thusis schließt

(pd, rm)
(Foto: Archiv)

Facebooktwitterredditpinterestlinkedinmailby feather