Wer wird neuer Gemeindeammann von Thusis?
Weil Claudia Kleis-Kümin (CVP Thusis) eine gut-dotierte Stelle in der Regionalentwicklung antritt, gibt sie nun ihr Amt als Gemeindeammann auf.

Und es muß eine Wahl anberaumt werden. Offenbar gibt es nur einen einzigen Bewerber, Curdin Capaul von der FDP.

Die Ersatzwahl Gemeindeammann findet am 12. März 2017 statt.

Die Urne ist im Rathaus aufgestellt zu folgenden Zeiten:

Freitag, 10. März 2017 16.00 – 17.00 Uhr
Sonntag, 12. März 2017 09.00 – 10.00 Uhr

Für die briefliche Stimmabgabe sind die Weisungen auf dem Stimmrechtsausweis zu beachten.

Brieflich abgegebene Stimmen sind ungültig, wenn sie am Samstag nach 12.00 Uhr in den Briefeinwurf beim Rathaus gelegt werden oder der Stimmrechtsausweis nicht unterschrieben ist.

Briefliche Stimmabgabe per Post ist zu frankieren, so die Gemeinde Thusis.

Hintergrund:

Claudia Kleis Arbeitsstelle bleibt aber das Rathaus Thusis. Sie wurde nun die neue Leiterin der Regionalentwicklung der Region Viamala. Der Regionalausschuß dieser Organisation hatte am im Dezember 2016 Claudia Kleis-Kümin gewählt.

Die Geldsummen, die dieser Organisation zufließen, sind erst kürzlich – nachdem das Volk in einer Abstimmung eine neue Zwangsabgabe (Tourismusförderungabgabe) verworfen hatte, via Gemeindeebene eingeführt worden.

Die neue Abgabe betrifft alle Firmen im Domleschg bzw. darüberhinaus der ganzen Region Viamala. Sie wird nicht nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit erhoben, sondern pro Firma und dann auch pro Mitarbeiter. Also auch von Firmen, die Verlust machen. Oder Neugründer.

Dies widerspricht dem Grundsatz, daß Steuern und Abgaben immer nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zu erheben sind.

Wer also eine Firma gründen möchte, der geht eher nach Ems oder in andere Gebiete, wo solche Zwangsabgaben, die ihm gar nichts bringen, nicht bestehen.

Gerade für die viel-beweinten Berggebiete oder sogenannte „potential-arme Räume“ wären Ansiedlungen von Firmen gut, die standortungebunden sind, also z. B. IT- und Internet-Unternehmen. Diese siedeln sich aber sicher nicht dort an, wo sie pro Mitarbeiter und zusätzlich als Firma Zwangsabgaben entrichten müssen, die ihnen keinerlei Nutzen bringen (welcher Tourist würde schon Kunde werden? Keiner.)

Hingegen zahlt zum Beispiel ein Bankvorstand der Kantonalbank, der im Domleschg wohnen würde und Millionenvermögen und Großeinkommen hat, nicht einen Rappen.

DZ berichtete darüber u.a. hier

(Fotoquelle: Gemeinde Thusis)
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