Leserbrief zur Abstimmung über eine Fusion von Mutten mit Thusis:

Mutten hat heute einen Zweitwohnungsanteil von über 80%. Mit einer Fusion würde dieser Anteil in der fusionierten Gemeinde weit unter die 20%-Hürde fallen. Somit könnte auf dem Gemeindegebiet von Mutten nebst Untermutten, Stafel und Obermutten eine vierte Fraktion „Spina“ entstehen, mit einschneidend negativen Konsequenzen für die noch weitgehend intakte Natur.

Ein uferloser Zweitwohnungsbau würde die Landschaft und die noch vorhanden Freiräume erheblich belasten, auch mit massiven Folgekosten für die Gemeinde Thusis. Damit würden die rechtlichen Bestimmungen betreffend Zweitwohnungen für Mutten sträflich unterlaufen.

Profitieren von diesen Machenschaften würden vor allem die sich in Lauerstellung befindenden Immobilien-Spekulanten.

Als Bürger und Einwohner von Mutten lehne ich solch verwerfliche Absichten entschieden ab. Noch mehr Zweitwohnungen sind nicht zu verantworten. Erstaunlich ist, dass dieses brisante Thema in der Botschaft mit keinem Wort erwähnt wird. Dies läßt aufhorchen!

Im Zusammenhang mit der geplanten Fusion haben mich die Aussagen von Befürwortern aus Thusis sehr verwundert und betroffen gemacht. Ihre Begründung für den unrealistischen Zusammenschluß lautete: „Wir brauchen die Fusion mit Mutten um den Gemeinden am Inneren Heinzenberg aufzuzeigen, dasß es auch ohne sie geht. Die Fusion mit Mutten dient einzig und allein als Mittel zum Zweck“. Dies ist unerhört und verdient keine Zustimmung.

Nach meiner Meinung soll man zusammenführen was zusammen-paßt und zusammen-gehört. Beim Zusammenschluß Thusis mit Mutten ist beides nicht der Fall und entspricht keiner Logik. Deshalb gehen Sie zahlreich an die Urne, denn jede Nein-Stimme zählt, um dieses Experiment zu verhindern.

Hans Wyss, Mutten

(Symbolbild Spekulation: Schweizer-Franken.ch)
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