Fusion Thusis Mutten

Fusion Thusis Mutten: Sehr knappes Abstimmungs-Ergebnis

Das Fusionskartell im Domleschg dreht sich also weiter.

Wenn auch diesmal die Fusion umstritten ist, was das äußerst knappe Abstimmungsresultat bezeugt.

Nach Präz, Tartar, Sarn und Portein und nach Feldis, Scheid und Trans und nach Paspels, Pratval, Tomils und Almens verschwindet also auch Mutten.

Zwei hochverschuldete Gemeinden werden nun fusionieren, obwohl sie nicht einmal aneinander grenzen. Ob ein Karren mit einem lahmen Gaul schneller wird, wenn man einen zweiten lahmen Gaul davorspannt, darf bezweifelt werden.

Allerdings gibt es einen Vorteil sicher, sofern man darin einen Vorteil sehen möchte. Was wohl davon abhängt, wie man zur Zweitwohnungsinitiative steht und ob man Land oder Immobilien in Mutten besitzt.

Fusion Mutten + Thusis: Zumindest einige Immobilien- und Landbesitzer im Domleschg dürften sich freuen

Fusion Mutten + Thusis: Zumindest einige Immobilien- und Landbesitzer im Domleschg dürften sich freuen

Zweitwohnungsinitive ausgehebelt

Zumindest können in Mutten – um den Preis der Aufgabe der Eigenständigkeit – die Landbesitzer sich freuen. Denn durch die Fusion wurde der Zweitwohnungsinitiative ein Schnippchen geschlagen. Das ehemals von der Zweitwohnungsinitiative erfaßte Mutten ist es ab der Fusion nicht mehr.

Die Gemeinden grenzen nicht einmal aneinander. Daß auch solche Fusionen möglich sind, könnte also noch einige von der Zweitwohnungsinitiative betroffene Gemeinden auf Gedanken bringen.

Kanton gab viele Millionen Steuergelder

Der Kanton tat sein Übriges und gab viele Millionen Steuergelder dafür, daß die Fusion stattfinden würde. Dies ist nicht ganz ununstritten aber gang und gäbe. Bei so gut wie allen Fusionen in Graubünden lockte der Kanton mit Steuermillionen.

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