Viele Leser aus Cazis, Thusis und auch anderen Orten des Domleschg wunderten sich, was sich heute morgen ereignet habe.

Doch wer heute morgen schon dachte, es sei eine Schallwelle oder der 3. Weltkrieg hätte mit einem Atomschlag begonnen und irgendwo in der Umgebung sei etwas explodiert, der täuschte sich:

Epizenterkarte der seit 1975 erfaßten Beben mit Magnitude größer als 2.5. (Quelle: Schweizerischer Erdbebendienst)

Epizenterkarte der seit 1975 erfaßten Beben mit Magnitude größer als 2.5. (Quelle: Schweizerischer Erdbebendienst)

Um 9.27 Uhr heute morgen erschütterte ein Erdbeben mit der Stärke 3,9 auf der Richterskala die Häuser.

Die Erschütterung dürfte in weiten Teilen der Schweiz verspürt worden sein, das Epizentrum lag gemäß Schweizerischem Erdbebendienst im Avers. Um 11.22 Uhr gab es noch ein kleines Nachbeben von allerdings nur noch 0,9 auf der Richterskala.

Risse in Wänden, Stromausfälle oder gar Schlimmeres ist bei dieser Stärke nicht zu erwarten, aber dies ist nicht immer so.

In der Region Domleschg gab es das stärkste Erdbeben der Schweiz in den letzten 25 Jahren

Es war dasjenige vom 20. November 1991 mit Epizentrum zwischen Thusis / Domleschg und Lenzerheide.

Das Beben erreichte eine Magnitude von 5 auf der Richterskala.

Hierbei gab es einige Risse in Mauerwerken und einen Stromausfall in der Region Chur.

Diese scheinbare Ruhe führt zur ersten weit verbreiteten Irrmeinung, daß starke Beben in der Schweiz höchst selten oder gar nicht auftreten.

Die Afrikanische Kontinentalplatte verschiebt sich aber weiterhin gegen Norden und stößt gegen den europäischen Kontinent. Die mit dieser Kollision verbundenen Kräfte, welche auch die Alpen gebildet haben, bauen Spannungen in der Erdkruste auf, die sich an vorhandenen Schwächezonen als Erdbeben abbauen“ schreiben Dr. Nicolas Deichmann und Dr. Donat Fäh, Seismologen am Schweizerischen Erdbebendienst und Lehrbeauftragte an der ETH Zürich in einer Mitteilung.

Experten: Wo es kleine Beben gibt, folgen früher oder später größere

Dort wo kleine Beben auftreten, kommen früher oder später auch einmal größere Ereignisse vor. Diese weltweit gültige Beobachtung bildet die Grundlage zur Abschätzung der Erdbebengefährdung„, so die Experten weiter.

Es dürfte daher gut-sein, wenn Bauherren beim Erstellen von Bauten die Empfehlungen und Warnungen der Experten berücksichtigen.

Als vorteilhaft gelten laut Wikipedia:

Stahlbauten,
Stahlbetonkonstruktionen in Ortbetonbauweise,
Stahl–Stahlbeton–Verbundbauweise,
Holzbauweise,
sowie nicht zuletzt auch Fachwerk (Riegelbauten)

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